Litauen – ohne Hilfe?

Es ist die Nähe zum großen Bruder. Ein Bruder, der nicht mehr zur Familie gehört. Das Baltikum hat sich vom ehemals Sowjetbollwerk gelöst und sich einem friedlichen und vereinten Europa geöffnet und angeschlossen. Dabei braucht es die NATO und die Soldaten der Verbündeten, für einen wirkungsvollen Schutzschirm gen Osten.

Heute erreichte uns die Meldung:

Die Ankündigung betraf nicht nur Litauen, sondern die ganze Nato. „Ich möchte Sie darüber informieren“, steht auf dem Dokument unterhalb des Signets des Nato-Generalsekretärs Jens Stoltenberg, „dass die Nato ihre Truppen im Mai 2020 aus Litauen abziehen wird.“ Die Zahl der Soldaten, die an Covid-19 erkrankten, sei unablässig gestiegen. „Also werden wir auf eine andere Art mit Litauen zusammenarbeiten.“ Das war es also? Auf Wiedersehen? Adressiert ist das Schreiben an den litauischen Verteidigungsminister Raimundas Karoblis; am 21. April verbreitet es sich online und löst Erstaunen in der Hauptstadt Vilnius aus. Ist Litauen wegen der Coronavirus-Pandemie nun schutzlos den Muskelspielen Moskaus ausgeliefert?

Gelesen, vor der Bezahlschranke, der Welt vom 24.04.2020, mit Uhrzeitstempel, 07:46 Uhr.

Die Kronenzeitung stellte hingegen schnell klar:

In Litauen ist nach Regierungsangaben ein gefälschtes E-Mail über den Abzug der NATO-Truppen aus dem baltischen EU-Land in Umlauf gebracht worden. Demnach habe Verteidigungsminister Raimundas Karoblis eine angeblich von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg abgesandte Nachricht mit einer entsprechenden Ankündigung erhalten.

Gelesen in der Kronenzeitung vom 23.04.2020 (Digitalausgabe)

Auf den Webseiten der Bundeswehr und der NATO wird zwar zum Einsatz berichtet, aber es gibt noch keine aktuelle Meldung.

 

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