Guten Morgen Frank!

Es ist ein Trauerspiel – wie so oft – in vielen Bereichen. Heute: Paketdienste.

Einerseits, die Paketzustelldienste, die unaufhörlich wachsen, das Auftragsvolumen nimmt gewaltig zu. Wer schleppt noch selber, Kleidung, High-Tech fürs Wohnzimmer und was alles sonst noch?

Andererseits, die Versender: auch hier ein kräftiges Wachstum und dadurch bedingt eine (fast schon gefährliche) Nachfragemacht bei den Paketzustelldiensten: die Auftragsvolumen werden größer, ja gewiss, aber im Stückkostenpreis ganz stark gedrückt. Dazu die Drohung des Branchenprimus, einen eigenen Zustelldienst aufzubauen – der Öffentlichkeit verkauft als “Existenzgründungsmodell” (by Amaz… oder so?).

Die Wochenendflaute nutzt dann auch Herr Kollege aller Zusteller Frank Bsirske:

Frank Bsirske kritisiert “mafiöse Strukturen” beim Paketversand

Wouh, wer hätte das gedacht, Frank hat nicht nur spezielle Kenntnisse über die Flügelreederei Lusthansa, sondern kennt auch die Internas des Paketzustellgewerbes – ist sprachenkundig mit vielen aus den osteuropäischen Ländern stammenden Subs.

Der Gewerkschaftsvorsitzende kritisiert, dass viele der Beschäftigen nur Stundenlöhne von 4,50 Euro bis sechs Euro erhalten – bei einem Arbeitstag von zwölf bis 16 Stunden. Zudem hätten viele der Angestellten gefälschte Pässe. Das Problem werde laut Bsirske größer, je mehr die Branche der Paketzusteller boome.

OK, wir faxen das gleich an das Bundeskanzlerinamt und an den Innenminister – vielleicht auch noch an den Verkehrsminister, dann aber genug mit der Infoverteilung. Handlungsbedarf ! Nur am Rande bemerkt, vertritt Frank hier seine Gewerkschaftsmitglieder?  Nein, sein Profil als  Sozialpolitiker steht hier offenkundig im Vordergrund.

Zum Nachlesen:

Und wer ist dieser Frank? Auch zum Nachlesen (ganz interessant, der Bursche):

Hier gäbe es auch ein Foto von Frank Bsirske, das CC-(un-) lizenzträchtig hätte verwendet werden können, aber wer will das schon sehen …

Also auf, das eigene Bildarchiv, was findet sich heute im Portfolio?

Was sehen wir auf dem Foto? Nun, mit etwas Phantasie, kann folgende Geschichte dazu erfunden werden:
Eine lustige, lebensfreudige und wohlgelaunte Frau – das Leben ohne Termine und Zwänge genießend, aber leider auch ohne Einkommen wird hier abgebildet. Die staatlichen Grundsicherungssubventionen, tief hinten in der Ukraine oder in diesen Gefilden lassen zu wünschen übrig und kommen niemals regelmäßig auf das Bankkonto. Aber man hat ja Kontakte in das westdeutsche Ausland ..

Fein, soweit klar, doch die Geschichte geht noch weiter:

Es bietet sich nun an, gegen entsprechendes Trinkgeld an den Informanten und Vermittler eine Stelle als
Paketzustellerin in Deutschland zu bekommen und schwupps:

Jezt ist die Frau, trotz Arbeit als Paketzustellerin in Deutschland, eine Gefangene geworden:
als Leasingraten definierte Zahlungen an ihren Chef für den Kleinlastwagen,
zuzustellende Paketmengen ohne Ende und damit auch ein Arbeitstag ohne Ende
– dafür am unteren Ende der Leistungsgesellschaft, einen krisensicheren Job und rund 1.200 Euro monatlich
auf dem Konto. Auch die Einreise war ganz unkompliziert, bekanntlich kommen Bürger aus der Ukraine
bereits heute in den Genuss einer visafreien Einreise in die EU – da braucht es keinen gefälschten Ukraienpass …
(wie Frank vermutet, die Papiere sehen halt einfach schlecht aus, auch wenn die Dokumente echt sind).

Fazit: Falsches Foto, die Frau sitzt garnicht hinter Gittern, aber … (natürlich bleiben wir betroffen und Fragen offen!).

 

Die Fotos zeigen keine typische Arbeitnehmerin, oder gar Subunternehmerin im Paketdienst. Es handelt sich bei der Frau, geneigte Leser des fakeJournal wissen das, um das Fotomodell Yo. Sie ist zugegebenermaßen zu oft präsent hier. Das lässt sich aber ändern. Denn die Nachfrage, williger und gutaussehender Fotomodelle, für das fakeJournal zu posieren ist sehr groß. Und da gibt es auch keinen Mindeslohn für Fotomodelle! Wenn also Yo keine weiteren Auftragsarbeiten als Fotomodell mehr erhält, dann steht ihr immer noch die Karriere als Paketzustellfahrerin in Deutschland offen. Der Bedarf ist vorhanden. Mit einem gefälschten Führerschein lässt sich dann auch die Arbeit im Transportgewerbe bewerkstelligen…

Doch Yo hat sich längst anders entschieden und zieht das Bloggen allen anderen stressigen Arbeiten in Deutschland vor:

 

 

 

 

 

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