Kurz notiert, für die stets geneigten Leser des fakeJournal:
Ägypten baut aktiv eine alternative Route aus, die Europa über Damietta und Triest mit den Golfstaaten verbindet – eine Mischung aus See- und Landtransport, schneller und risikoärmer als Hormuz. Nur noch 5–7 Schiffe passieren täglich Hormuz (statt bis zu 178), weshalb diese Route stark an Bedeutung gewinnt.
Auch die Türkei hat Ideen:
Ein 24-Milliarden-Euro-Projekt, das das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbinden soll – als zusätzliche, gebührenpflichtige Handelsroute.
Was passiert am Kaspischen Meer?
Das Kaspische Meer selbst steckt in einer schweren ökologischen Krise: Der Wasserspiegel sinkt seit Jahren dramatisch, was Häfen wie Aqtau, Atyrau oder Astrachan bereits zu Kapazitätskürzungen zwingt. Das beeinträchtigt die Schifffahrt und erschwert jede Vorstellung, dass das Kaspische Meer kurzfristig als große neue Handelsdrehscheibe einspringen könnte. Trotz der Probleme arbeiten Iran, Russland, Aserbaidschan, Kasachstan und Turkmenistan seit Jahren an einer engeren wirtschaftlichen Vernetzung, etwa über den International North–South Transport Corridor (INSTC). Das Kaspische Meer spielt darin eine Rolle – aber diese Projekte sind komplex, politisch sensibel und nicht kurzfristig skalierbar.
+ + + Irankrieg – neue Handelswege? + + +
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